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Kanufahrt zum Runkeler Tipidorf

Ferienprogramm des Helferkreises Villmar begeistert Kinder

Villmar (jw). Zahlreiche Kinder aus dem Betreuungsbereich des Villmarer Helferkreises erleben zur Zeit abwechslungsreiche Sommerferien. Besonders eine Kanufahrt von Aumenau nach Runkel mit Übernachtung im Tipidorf hat sich zum abenteuerlichen Höhepunkt entwickelt.

 Eingepackt in ihre Rettungswesten und von Nils Nickel von „Willis Bootsverleih“gut eingewiesen starteten 12 Jungen und Mädchen im Alter von neun bis 14 Jahren zu ihrer ersten Bootstour auf der Lahn. Am Steuerpaddel der vier Kanus jeweils ein erwachsener Begleiter, Angelika Guidry, Roland Wolf, Andy Hofmann und Helmut Iken vom Helferkreis Villmar. Proviant und Getränke an Bord, mit Mützen und Hüten vor der brennenden Sonne geschützt. Kurz nach dem Start ein erstes abkühlendes Bad im Fluss: Ausgerechnet das reine Jungenboot kam aus dem Gleichgewicht und kenterte, glücklicherweise im allerdings nur knietiefen Wasser. Unter dem Gelächter aller Teilnehmer schafften es Ahmad, Jaden, Danial und Andy alleine, ihr Boot zu drehen und die Fahrt wieder aufzunehmen. Ohne Zwischenfälle ging es nun lahnabwärts. Unterwegs konnten Libellen und andere Insekten, Schwäne, Enten und Fische beobachtet und nach dem aufregenden Schleusengang in Villmar der imposant wirkende König-Konrad-Felsen mit seinem Denkmal bestaunt werden.

 Mit wachsender Sicherheit lieferten sich die Bootsbesatzungen spontane Rennen und sprangen schließlich vergnügt am Ziel in Runkel in voller Montur zur Abkühlung in die Lahn. Im Tipidorf warteten die weiteren Helfer Monika Müller und Sebastian Guidry mit dem Gepäck für die Nacht im Jungen- und Mädchenzelt. Unter Anleitung von Andy Hofmann schnitzten sich die Kinder Haselnusszweige zurecht, spießten Würstchen auf und grillten sie am Lagerfeuer. Nach Einbruch der Dunkelheit lasen ihnen die Erwachsenen noch bis Mitternacht Gruselgeschichten vor. Das Abenteuer für die Jungen und Mädchen endete am Vormittag mit einem gemeinsamen Frühstück. Einige von ihnen hatten bereits mit Sebastian und Angelika Guidry einen schönen Schwimmbadtag in Niederselters erlebt. Jetzt freuen sich alle angemeldeten Kinder auf ein letztes Sommerferienhighlight, eine Zugfahrt nach Lahnstein mit einer Wanderung durch die Ruppertsklamm.

 „Der Helferkreis bietet neben seinen vielfältigen Angeboten für Erwachsene auch für die Herbstferien wieder ein Programm nicht nur für Kinder ehemaliger Flüchtlinge, sondern grundsätzlich für Bürger im Leistungsbezug“, sagt die erste Vorsitzende, Angelika Guidry, „um auch Kinder aus Familien mit kleinem Budget zu integrieren und zu fördern.“ Dazu gehöre auch die Zusammenarbeit mit der Villmarer Jugendpflege. In der Planung sind Wanderungen z. B. zur Kristallhöhle Kubach, Besuch des Kletterparks Diez oder eine Übernachtung im Heuhotel Weyer. Anträge zur Förderung aus dem Landesprogramm „Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe“ sind gestellt. Nach den Sommerferien beginnt wieder dienstags das „Begegnungscafè“ im Vereinsheim der Leichtathletikfreunde und mittwochs dort für Schulkinder unter dem Motto „Spielen und Lernen“ ein Nachmittagsangebot. Guidry nennt das ‚Integration 2.0‘: „Nicht nur Kreativität fördern, auch Akzeptanz lernen, um im Leben in Deutschland bestehen zu können.“

Foto (Jürgen Weil): Die vier Kanus bei der Ausfahrt aus der Schleuse Villmar

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