Freizeit- und Wanderkarte Villmar

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Handy-Sammelaktion

„St. Matthias“ zieht Zwischenbilanz

Über 15 Kilogramm gesammelter ausrangierter Handys – allein in Villmar – ist das (Zwischen-) Ergebnis der Sammelaktion, die auf Initiative des Diözesanverbandes Limburg der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) zum Ende des Jahres 2016 gestartet wurde.

„Was mache ich mit dem Alten?“ Diese Frage stellte sich der geschäftsführende Diözesansekretär Martin Mohr nach dem Weihnachtsfest. Da unter dem Tannenbaum zahlreiche neue Smartphones, iPhones und anderes elektronisches „Spielzeug“ gelegen hatte, bot er als Alternative zur Ablage der alten Geräte in irgendwelchen Schubladen Holzboxen zum Sammeln an. Die waren zuvor in der Holzwerkstatt des Walter-Adlhoch-Hauses gefertigt worden.

„Wussten Sie, dass beim Abbau von Rohstoffen und Seltenen Erden, die in einem Handy verarbeitet werden, Kinder und Jugendliche in Schwerstarbeit schuften müssen und dass die Fertigung von diesen Geräten unter oft menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen geschieht? Dazu kommt, dass durch alte Handys und Smartphones, die auf Mülldeponien gelangen, unwiederbringlich giftige Schadstoffe ins gesamte Ökosystem gelangen“, so Thomas Diekmann, der Diözesanvorsitzende der KAB.

Mit der Sammelaktion wollte und will die KAB die Möglichkeit geben, die Altgeräte fach- und umweltgerecht zu entsorgen und die Rohstoffe einer sinnvollen Wiederverwertung zuzuführen. Im Rahmen der Kampagne „Gut wirtschaften“ will die KAB als christlicher Sozialverband zu einem nachhaltigen Leben und Arbeiten anregen und das Bewusstsein schaffen, dass bereits für die Herstellung vieler Produkte wertvolle Ressourcen verbraucht werden, deren Gewinnung ökologisch und humanitär unter problematischen und zerstörerischen Bedingungen geschieht.

Mit dem Erlös aus dem Recycling werden soziale Projekte der Caritas unterstützt.

Bei der Übergabe der vorläufigen „Ausbeute“ an den Diözesansekretär Martin Mohr, links im Bild, dankte jetzt Paul Arthen, der Vorsitzende des KAB-Ortsvereins, Pfarrer Michael Vogt, Dirk Höhler und Frank Zanger für die Bereitschaft, in der Pfarrkirche, der Apotheke und im Kiebitz-Markt die Sammelboxen aufzustellen. Sein Dank galt auch dem bei „St. Matthias“ für die Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Bernhard Gruber, der die Sammelaktion in Villmar betreut.

Die Aktion wird wegen des Erfolges – nicht nur in Villmar – auf unbegrenzte Zeit fortgesetzt. In der Kirche, hier am Aufgang zur Empore auf der Kindergartenseite, im Rathaus-Foyer sowie in der Bäckerei Schmidt stehen in den kommenden Wochen und Monaten die Sammelboxen.

Bernhard Gruber